Was ist multisensorisches Lernen?

»Multi« bedeutet: »viel«. Sensorik bedeutet: »Sinneswahrnehmung«, also die bewusste und unbewusste Sammlung von Informationen. Beim multisensorischen Lernen werden die unterschiedlichen Sinne und somit unterschiedliche Lerntypen angesprochen, das Erlernte kann sich besser einprägen (Frederic Vester).

Es gibt folgende Lerntypen:

Der auditive Lerntyp lernt am besten durch Hören.

Der visuelle/ optische Lerntyp lernt am erfolgreichsten durch Beobachten.

Der haptische Lerntyp lernt am liebsten durch Anfassen und Fühlen.

Der intellektuelle Lerntyp lernt am besten durch Nachdenken und Einsicht.

Das menschliche Gehirn besteht aus zwei Gehirnhälften. Die linke Gehirnhälfte ist unter anderem für logisches, analytisches Denken und Sprache verantwortlich, während die rechte Gehirnhälfte für Farben, Träume, Bilder, Musik, Kreativität und Gefühle verantwortlich ist. Lernen die Kinder auf herkömmliche Art das Computerschreiben, wird hauptsächlich die linke Gehirnhälfte angesprochen, wodurch das Lernen länger dauert. Lerninhalte verfestigen sich außerdem nicht so tief, da diese nicht mit Emotionen verbunden werden.

Folgendes ist inzwischen neurobiologisch nachgewiesen:

Je mehr unterschiedliche Gehirnareale beim Lernen aktiviert werden, desto größer ist die damit einher gehende Vernetzung der Gehirnnerven, desto intensiver ist die Speicherung der betreffenden Informationen, desto leichter können diese Informationen später abgerufen werden. Diese neurobiologischen Feststellungen unterstreichen die traditionelle pädagogische Empfehlung, beim Lernen möglichst viele Sinne einzusetzen.

Mit dem Einsatz des Programms »Computerschreiben kinderleicht durch multisensorisches Lernen« werden beide Gehirnhälften angesprochen und miteinander verknüpft. Mit den Lerngeschichten werden kreatives und abstraktes/analytisches Denken miteinander verbunden. Die Vorstellungsbilder aus den Fantasiereisen erzeugen eine visuelle Vorstellung von abstrakten Lerninhalten, Farben verstärken die Visualisierung und zeigen ein System auf. Die Wiederholungen der Übungen mit Musik und die damit einher gehende Entspannung aktivieren das Langzeitgedächtnis und erhöhen die Konzentration. Bewegungsübungen zwischen den Lektionen verstärken zudem die Aktivierung beider Gehirnhälften.

&sbsp;